Herkunft & Bedeutung
Karate, wie wir es heute kennen, hat seine Wurzeln auf der japanischen Insel Okinawa, wo es sich aus jahrhundertealten chinesischen und einheimischen Kampfküsten entwickelte. Anfang des 20. Jahrhunderts gelangte es auf das japanische Festland und trat von dort aus seinen Siegeszug um die ganze Welt an.
Übersetzt bedeutet Karate „Leere Hand“ (Kara = leer, Te = Hand). Das hat eine doppelte Bedeutung: Zum einen kämpft ein Karateka im klassischen Sinne ohne Waffen. Zum anderen steht es für die Philosophie, den Geist „leer“ von negativen Gedanken, Vorurteilen oder Egoismus zu machen.
Die drei Säulen des Trainings
Egal ob Wado-Ryu oder Shotokan – das traditionelle Training im Dojo ruht immer auf drei fundamentalen Säulen:
- Kihon (Die Schule der Basis): Das präzise Üben von Einzeltechniken (Stände, Schläge, Tritte, Blöcke) in der Bewegung, um Kraft, Koordination und Balance zu perfektionieren.
- Kata (Der Kampf gegen imaginäre Gegner): Eine festgelegte Abfolge von Techniken, die wie eine Choreografie abläuft. Sie ist das „lebendige Lehrbuch“ einer Stilrichtung und schult Fokus und Ästhetik.
- Kumite (Der Partnerkampf): Die Anwendung der gelernten Techniken mit einem Partner. Hier geht es um Distanzgefühl, Reaktionsschnelligkeit und absoluten Respekt – im traditionellen Karate werden Treffer vor dem Körper des Partners gestoppt (Semikontakt).
Das „Do“: Ein lebenslanger Weg
Das kleine Wörtchen „Do“ am Ende von Karatedo bedeutet „Der Weg“. Es zeigt, dass Karate kein reines Fitnesstraining ist, das man nach ein paar Wochen abhakt. Es ist eine Lebenseinstellung. Karate schult Werte, die auch abseits der Matte zählen: Respekt, Disziplin, Selbstbeherrschung und Durchhaltevermögen. Es ist der perfekte Ausgleich zum stressigen Alltag und für jede Altersstufe geeignet.

No responses yet